Harris, selbst als Seenomade in einem Pfahldorf auf einem Riff im Ozean aufgewachsen, kennt die Probleme dort sehr genau und ist deswegen dabei, verschiedene Projekte auf zwei Inseln aufzubauen.Die Projektkoordination erfolgt bisher rein ehrenamtlich und soll bei dem immer größer werdendem Netzwerk kontinuierlich auch personell besser abgesichert werden.

 

Auf der Insel Sulawesi und deren Umgebung entstanden mehrere verschiedene Projekte.
Vor Sulawesi liegen einige Stelzendörfer der Seenomaden mitten im Meer. In diesen Seenomadendörfern gibt es nur Grundschulen. Um Bildungsmöglichkeiten zu den Seenomaden zu bringen, wollen wir eine Bootsbibliothek einrichten, die in die Dörfer fährt, sodass sich die Bewohner dort Bücher ausleihen können. Zusätzlich soll im Hauptdorf Tapi Tapi eine Schule errichte werdent, in der eine Lehrerin unterstützenden Unterricht mit Hilfe der Bücher der Bibliothek gibt.Mit einem geborgtem Boot konnte bereits sehr erfolgreich eine erste Probefahrt unternommen werden. Für die Zukunft hoffen wir, mit einem eigenem Bibliotheksboot und vielleicht einer angestellten Lehrerin für "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in den Bildungseinrichtungen und auf dem Boot diesen Prozess weiter intensivieren zu können.

Das Bibliotheksboot soll dann ebenfalls Trinkwasser an Bord haben, dass gegen eingesammelten Plastemüll getauscht wird. Der Plastemüll wird über das Meer angeschwemmt, verfängt sich zwischen den Stelzen und bindet dort die Kloake. Doch die Bewohner entnehmen diesem Wasser einen Großteil ihrer Nahrung und verzehren diese größtenteils roh, was ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.

In Boepinang ist ein Aufforstungsprojekt für Mangroven in Zusammenarbeit mit dem Department of Ocean and Fishery gestartet. Dort werden Kinder und Jugendliche über die Bedeutung der Mangroven aufgeklärt und mit ihnen werden diese dann gepflanzt. Zusätzlich werden zu diesen Aktionen die Kinder der Stelzendörfer gebracht, um auch ihnen die Notwendigkeit der Mangroven zu verdeutlichen und ihnen einen Ausflug auf das Festland zu ermöglichen, wo sie Freizeitaktivitäten, wie z.B. Fußball spielen, nachgehen können, die ihnen in ihren Dörfern nicht möglich sind.

Abdul Haris wird den Verein GlobalSocial Indonesia gründen, dessen Sitz in Boepinang sein wird.

 

Auf der Insel Sumbawa hat er in dem Forstinstitut einen staatlichen Partner gefunden. Mit deren Hilfe entstand ein Aufforstungsprojekt mit den Kindern der Bergstämme, um den Bergwald wieder aufzuforsten und so der Erosion und ihren Folgen, z.B. Schlammlawinen, vorzubeugen.

In der Stadt Bima werden 1x wöchentlich in der Grundschule Aktionen durchgeführt, um die Kinder für die Umwelt zu sensibilisieren und über Umweltprobleme aufzuklären. Die Aktionen werden kindgerecht gestaltet. Es gibt einen Bildungsteil in Form von malen, lesen, Lernen in der Natur, dann erfolgt eine Tätigkeit für die Natur (z.B. Müll einsammeln) und zum Abschluss gibt es eine Freizeitaktivität, um den Kindern einen Abstand zu ihrem Alltag mit all den Problemen zu ermöglichen. 

Des Weiteren wurde in einer Sekundarschule eine Umweltschule eingerichtet, die über Mangroven und ihre Wichtigkeit für das gesamte Ökosystem aufklärt und sensibilisiert. Hier werden Mangroven aufgezogen, die dann mit den Schülern eingepflanzt werden.